Viel Zuspruch aus Genf

Der Status Quo beim Thema Konzernverantwortung ist keine Option, sagen zwei bekannte Genfer FDP- und CVP-Stimmen. In einem Gastbeitrag in der "Tribune de Genève" betonen sie die breite Unterstützung in der Romandie für das Anliegen.

Im Kanton Genf gehören sie zu den wichtigsten bürgerlichen Stimmen: Béatrice Hirsch, Ständeratskandidatin der CVP, und Rolin Wavre, FDP-Grossrat und Präsident des Genfer Konsumentenverbands. Für sie ist klar, dass beim Thema Konzernverantwortung Handlungsbedarf besteht.

In ihrem Gastbeitrag in der Tribune de Genève setzen sich die beiden Politiker unmissverständlich für einen Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative ein. Den Entwurf des Nationalrats bezeichnen sie als gutschweizerischen Kompromiss, der auch aus der Wirtschaft viel Zustimmung erhält. In der Westschweiz machen sich mehrere Verbände stark, etwa die „Fédération des entreprises romandes“ und das „Groupement des entreprises multinationales“.

Sollte sich der Ständerat gegen einen Gegenvorschlag sperren, wäre das für die beiden Politiker eine verpasste Chance. Die Wahl zwischen dem Status Quo und der Initiative würde ihnen in diesem Falle leicht fallen. Laut Béatrice Hirsch und Rolin Wavre müssen Konzerne für Schäden, die sie anrichten, endlich geradestehen. Sie schreiben, dass sie deshalb ohne zu zögern für die Konzernverantwortungsinitiative einstehen würden.