Ostschweizer Bürgerliche treten vor die Medien

An einer Medienkonferenz in St. Gallen sind unter anderem drei Mitglieder des Bürgerlichen Komitees für verbindliche Regeln für Konzerne eingestanden.

Für Lucrezia Meier-Schatz, langjährige Nationalrätin für die CVP St. Gallen, ist es ein grosses Anliegen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten von Schweizer Konzerne kein Leid verursachen. Als Präsidentin des Stiftungsforums von Fastenopfer ist für sie klar, dass es striktere Regeln braucht, damit Schäden gar nicht erst entstehen.

«Die Erfahrung zeigt, dass nur klare Regeln präventiv dafür sorgen können, dass sich alle Konzerne an die Menschenrechte halten oder minimale Umweltstandards respektieren.»

Lucrezia Meier-Schatz, alt Nationalrätin CVP/SG

Thomas Brunner, GLP-Nationalrat aus St. Gallen, sieht nicht nur für diejenigen Anwohner/-innen, die von Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen betroffen sind, Vorteile in der Initiative, sondern auch für die Schweizer Wirtschaft.

«Mit der Initiative nutzen wir die Chance, den Ruf der Schweiz als verantwortungsvollen Wirtschaftsstandort zu stärken.»

Thomas Brunner, Nationalrat GLP/SG

Keine Alternative ist für die Befürworter/-innen der Initiative der überholte Gegenvorschlag des Bundesrates, der einzig eine Berichterstattungspflicht verlangt, aber keine Haftung vorsieht. Der Gegenvorschlag würde keine präventive Wirkung entfalten, sondern dem Ruf der Schweizer Wirtschaft schaden. Roger Forrer, Thurgauer SVP-Kantonsrat und ehemaliger Stadtpräsident von Steckborn, sagt dazu:

«Die Schweiz soll keine Unternehmen anziehen, weil der Eindruck entsteht, bei uns sei der Umgang mit Menschenrechten und international anerkannten Umweltstandards am laxesten in Europa.»

Roger Forrer, Kantonsrat und alt Stadtpräsident Steckborn SVP/TG