Im Zweifel für die Gerechtigkeit

In der Ostschweiz geniesst die Konzernverantwortungsinitiative breite Unterstützung. Das "St. Galler Tagblatt" hat FDP-Kantonsrätin Natalia Bezzola und CVP-Kantonsrat Andreas Widmer nach ihren Beweggründen gefragt.

Es gebe nicht wenige bürgerliche Politikerinnen und Politiker aus der Ostschweiz, die ohne Wenn und Aber für die Konzernverantwortungsinitiative einstehen. Diese Feststellung macht das St. Galler Tagblatt in seiner Ausgabe vom 13. März 2020. Mit Blick auf parteiinterne Uneinigkeiten spricht es davon, dass die Unterstützung keine Selbstverständlichkeit sei.

„Ist das so überraschend, dass ich als FDP-Mitglied für Konzernverantwortung bin?“

Natalia Bezzola, Kantonsrätin, FDP AR

Anders sehen dies zwei Mitglieder des Bürgerlichen Komitees für Konzernverantwortung, welche das St. Galler Tagblatt zu ihrem Engagement befragt hat. Die Ausserrhoder FDP-Kantonsrätin Natalia Bezzola betont, es gebe durchaus liberale Personen, denen Chancengleichheit und das Einstehen für Schwächere wichtig seien. Und auch für den St. Galler CVP-Kantonsrat Andreas Widmer ist klar, dass die Initiative seiner Überzeugung entspricht.

„So sehr ich eine liberale Wirtschaft befürworte, braucht sie doch Rahmenbedingungen.“

Andreas Widmer, Kantonsrat, CVP SG

Er hält fest, für ihn gehe es bei der Initiative um Grundwerte wie den Respekt gegenüber Mitmenschen und Umwelt. Wohl auch deshalb berichten die beiden Komiteemitglieder von vielen positiven Reaktionen auf ihr Engagement für die Initiative.