FDP-Urgestein steht voll und ganz hinter der Initiative

Für Dick Marty, Tessiner FDP-alt Ständerat, fordert die Konzernverantwortungsinitiative eine Selbstverständlichkeit. In einem Interview räumt er mit Vorurteilen auf.

Von Anfang an gehörte der Tessiner FDP-alt Ständerat Dick Marty zu den wichtigsten Unterstützern der Konzernverantwortungsinitiative. Er ist Co-Präsident des Initiativkomitees. Kurz vor der womöglich entscheidenden Debatte in der kleinen Kammer gab er dem SonntagsBlick vom 22. September 2019 ein grosses Interview.

Die Initiative ist kohärent mit dem, was ich immer gemacht habe: Es geht um Justiz im Sinne von Gerechtigkeit.“

Dick Marty erzählt nicht nur, was ihn dazu bewogen hat, sich für das Anliegen einzusetzen. Er räumt auch mit Vorurteilen gegenüber der Initiative auf: Die Schweiz mache weder einen Alleingang, noch öffne sie Tür und Tor für missbräuchliche Klagen. Schliesslich zeigt er sich auch irritiert über die Haltung der FDP-Bundesräte, welche die Initiative torpedieren. Denn Liberalismus sehe für ihn anders aus.

„Ein richtiger ­Liberalismus braucht auch ein Korsett, damit die freie Konkurrenz richtig spielen kann.“