Eindrücklicher Dokumentarfilm

"Der Konzern-Report" lässt Menschen in Nigeria und Kolumbien zu Wort kommen, die von Konzernen mit Sitz in der Schweiz geschädigt werden.

Die riesige Kohlemine El Cerrejón in Kolumbien nimmt den Anwohnern ihre Existenzgrundlage. Sie kontaminiert Land, lässt Flüsse austrocknen, verdrängt Dörfer. Kontrolliert wird sie vom Schweizer Rohstoffkonzern Glencore. In Nigeria verschmutzt derweil eine grosse Zementfabrik von LafargeHolcim die Luft im Dorf Ewekoro. Kein blauer Himmel ist mehr zu sehen, überall ist Staub.

Der Konzern-Report gibt Einblick in das Leben der Betroffenen und erklärt die Hintergründe der Konzernverantwortungsinitiative. Auch Befürworterinnen und Befürworter des Volksbegehrens kommen zu Wort, darunter Dick Marty, Co-Präsident des Initiativkomitees und ehemaliger FDP-Ständerat, oder Lucrezia Meier-Schatz, ehemalige CVP-Nationalrätin.

Die Basler Zeitung spricht in ihrer Ausgabe vom 18. März 2020 von einem „eindrücklichen Dokfilm“ und lobt ihn für seine ruhige Machart: „Der Film braucht keine Überwältigungsdramaturgie, der Skandal der nüchternen Fakten ist laut genug.“

Der Artikel ist der Basler Zeitung hier verfügbar:

Produzieren lassen hat den Dokumentarfilm der Trägerverein der Initiative. Er sollte ab Mitte März an über 300 Filmabenden gezeigt werden, welche Freiwillige in der ganzen Schweiz organisiert hatten. Aufgrund der Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus entfallen sie. Stattdessen ist der Film auf DVD erhältlich.