Berner Unterstützung aus Politik und Wirtschaft für die Initiative

An einer Medienkonferenz in Bern haben unter anderem Mitglieder des Bürgerlichen Komitees und des Wirtschaftskomitees ihre Argumente vorgestellt.

Ursula Haller, alt Nationalrätin der BDP aus Bern, unterstützt das Anliegen seit der Lancierung der Petition «Recht ohne Grenzen». Sie ist Mitglied des Bürgerlichen Komitees für Konzernverantwortung und betont, dass die Freiwilligkeit alleine nicht ausreicht.

«Für die allermeisten Unternehmen in unserem Land sind Recht und Gerechtigkeit eine Selbstverständlichkeit und sie wirtschaften anständig. Wenn sich einige wenige Konzerne schlecht verhalten, sollten wir uns nicht schützend vor sie stellen.»

Ursula Haller, alt Nationalrätin BDP/BE

An der Seite des Bürgerlichen Komitees kämpft auch das «Wirtschaftskomitee für verantwortungsvolle Unternehmen» für ein JA am 29. November 2020. Peter Stämpfli, Unternehmer der Stämpfli AG in Bern, kann dem Gegenvorschlag, der lediglich eine Berichterstattung verlangt, nichts abgewinnen.

«Angesichts der schweren Leiden von Kindern in Peru, die mit Schwermetallen vergiftet sind, oder der Menschen im Tschad, die aufgrund von Chemikalien im Wasser grobe Hautverletzungen aufweisen, reichen Absichten allein nicht.»

Peter Stämpfli, Unternehmer, Stämpfli AG

Markus Wenger ist sowohl im Bürgerlichen Komitee wie auch im Wirtschaftskomitee aktiv. Er ist Verwaltungsrat von Wenger Fenster Wimmis, und Grossrat für die Berner EVP. Er stellt klar, dass viele Unternehmer/-innen die Initiative begrüssen und die Initiative auch in Wirtschaftskreisen breit abgestützt ist.

«Die Konzernlobby rund um Economiesuisse spricht hier nicht für die Wirtschaft. Ich kenne viele KMU-Vertreter, welche die Machenschaften der Konzerne nicht gutheissen.»

Markus Wenger, Grossrat EVP/BE und Verwaltungsrat, Wenger Fenster Wimmis